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Warum macht der Täter das?

 

Die hier aufgeführten Informationen wurden nach bestem Wissen und Gewissen recherchiert und mit  Erfahrungen aus dem Opfer-Sein ergänzt.

 

Häufig liegt bei Tätern, die diese subtile Form des Psychoterrors betreiben, eine Persönlichkeitsstörung vor.

 

„Aus der psychoanalytischen Perspektive handelt es sich um ein Wechselspiel von Projektion bzw. Introjektion eines psychischen Konflikts des Täters auf sein Opfer."

Quelle: http://lexikon.stangl.eu/16150/gaslighting/  © Online Lexikon für Psychologie und Pädagogik

 

Der Täter nutzt das Opfer um seinen inneren, eigenen Konflikt an einer anderen Person auszutragen: das Opfer wird in Kontrollverlust gebracht, um es anschließend kontrollieren zu können.

 

"Da gehören immer zwei dazu" - der schlimmste Satz, den man einem Opfer psychischer Gewalt sagen kann

 

Es handelt sich um eine zwischenmenschliche Beziehung, was aber nicht heißt dass das Opfer eine Mitschuld trifft. 'Gaslighting' ist ein dauerhafter Missbrauch und einzelne Attacken kommen einer Vergewaltigung gleich. Ein irgendwie "normal" geartetes Verhältnis kann der Täter zu seinem Opfer nicht aufbauen. Viele Opfer berichten davon, dass sie immer darauf gehofft haben, dass der Täter alles zugibt, man das Missverständnis ausräumen und alles klären kann. Es ist aus Opferperspektive kaum vorstellbar, dass ein Mensch, den man für vertrauenswürdig hält und der einem auch immerwieder einredet vertrauenswürdig zu sein, so krank ist und einem ohne Rücksicht auf Verluste einfach nur schaden will.

 

Wer einem Gaslighting-Opfer also sagt: „Da gehören doch immer zwei dazu“, macht das Opfer mitverantwortlich für die grenzüberschreitende Übergriffigkeit des Täters, nimmt sein Verbrechen in Schutz und sorgt damit für noch größere Verzweiflung in einem ohnehin zutiefst verunsicherten Opfer.